Vorwort für „Das Opfermesser“

Hi Leute,

anlässlich der finalen Abstimmung zum Skoutz-Award habe ich für „Das Opfermesser“ ein Vorwort geschrieben. Hoffe, es gefällt euch. 🙂

 
„Das Opfermesser“ habe ich ohne große Erwartungen geschrieben. Bei 90.000 Neuerscheinungen im Jahr – allein auf dem deutschsprachigen Buchmarkt – muss man als unbekannter Autor kleine Brötchen backen.
Viele entmutigt das. Mich nicht. Aus dem Studium kenne ich große Schreibtalente – größere als mich, das können Sie mir glauben – die zu früh das Handtuch warfen, weil sie kurzfristig zu viel und langfristig zu wenig erwartet haben.
Die Wahrheit ist, man braucht Geduld.
Wir kennen die Geschichten kometenhafter Aufstiege, die berühmten Vom-Tellerwäscher-zum-Millionär-Karrieren, die Hollywood so gern verfilmt. Viele nehmen sich solche Shootingstars zum Vorbild und geben nach kurzer Zeit frustriert auf, weil ihnen der schnelle Erfolg verwehrt bleibt.
Solche Geschichten kommen vor, aber sie sind so selten wie fünfblättriger Klee.
Für die meisten ist der Weg zum Ruhm lang und beschwerlich.
Stephen King sammelte die Verlagsabsagen an einem Nagel über seinem Schreibtisch. Als der Nagel nicht mehr ausreichte, besorgte er sich einen größeren.
Der Literaturnobelpreisträger Samuel Beckett schrieb: „Immer versucht. Immer gescheitert. Einerlei. Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern.“
Harry Belafonte sagte einmal: „Ich habe dreißig Jahre gebraucht, um über Nacht berühmt zu werden.“
Die hier Zitierten haben eines gemeinsam: Sie gaben nicht auf.
Diese Menschen sind meine Vorbilder. So wie Andy Dufresne, der im Shawshank-Gefängnis neunzehn Jahre brauchte, um sich mit einem kleinen Steinhammer den Weg in die Freiheit zu graben. Vielleicht haben Sie den Film gesehen.
„Das Opfermesser“ ist für mich ein weiterer Schritt auf einer langen Reise. Das war meine Erwartung, und sie hat sich erfüllt.
Inzwischen haben viele meinen Horror-Thriller gelesen, und den meisten hat der Gruseltrip in den Fichtenwald gefallen.
Mein Buch wurde sogar als bester Horror-Roman des Jahres für den Skoutz-Award nominiert. Hierbei handelt es sich um einen Literaturpreis, bei dem Leser und eine Jury aus bekannten Autoren darüber entscheiden, welcher Titel in die nächste Runde kommt.
Aus über 100 Büchern in der Kategorie „Horror“ hat „Das Opfermesser“ es vor kurzem in die dritte Runde und somit unter die letzten drei ins Finale geschafft. Das ist für mich ein großartiger Erfolg, mit dem ich nicht gerechnet hatte.
Bis zum 30. September können die Leser nun den Sieger küren. Deshalb möchte ich Sie um eines bitten: Wenn Sie dieses Buch gelesen haben und der Meinung sind, dass ich als Autor etwas tauge, nehmen Sie sich eine Minute Zeit, um für „Das Opfermesser“ abzustimmen. Sie benötigen lediglich eine E-Mail-Adresse, die selbstverständlich nicht an Dritte weitergegeben wird, und nehmen mit ihrer Stimmabgabe automatisch an einem Gewinnspiel teil. Der Hauptpreis ist ein Kindle Fire mit allen Finalbüchern der diesjährigen Skoutz-Verleihung.
Sie würden einem jungen Autor, der sich einiges vorgenommen hat, sehr helfen. Im Voraus vielen Dank!
Wenn Sie allgemeines Feedback oder Kritik loswerden möchten, schreiben Sie mir an simon.geraedts@gmail.com. Nichts bereitet mir mehr Vergnügen, als mit meinen Lesern zu plaudern.
Vielleicht sehen wir uns auch auf der Frankfurter Buchmesse? Das würde mich sehr freuen. Achten Sie auf den blassen Kerl mit dem blauweißen Hemd, der verzweifelt versucht, Visitenkarten an den Mann (oder die Frau) zu bringen.
 
Simon Geraedts,
Frankfurt a.M.
13. September 2016
 

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